Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität 2026 für Prof. Dr. Dominique Lunter und Jonas Link, Universität Tübingen
Den Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität 2026, der gemeinsam von der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) und der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) verliehen wird, erhielten Jonas Link und Frau Professor Dominique Lunter, Department Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie, Universität Tübingen. Ausgezeichnet wurde die Studie der Arbeitsgruppe „.A pivotal, dermal, in-vivo bioequivalence study performed by confocal Raman spectroscopy (CRS)“ (European Journal of Pharmaceutics and Biopharmaceutics 217 (2025) 114891) zur Bestimmung der dermalen Bioäquivalenz mittels konfokaler Raman Spektroskopie (CRS).
Mit der Arbeit wird erstmals eine pivotal angelegte In-vivo-Bioäquivalenzstudie beschrieben, die zeigt, dass die CRS als nicht-invasive, quantitative Methode zur Bestimmung der dermalen Bioäquivalenz geeignet ist und gleichzeitig die erforderliche Unterscheidungskraft bietet, um valide und robuste Daten zu generieren.
Die Studie wurde in Übereinstimmung mit der aktuellen EMA-Leitlinie „Qualität und Gleichwertigkeit von lokal angewendeten, lokal wirkenden Hautprodukten“ (EMA, European Medicines Agency) durchgeführt. Die Ergebnisse schaffen Evidenz, um eine moderne, patientenfreundliche und ressourcenschonende Alternative zum etablierten Tape-Stripping und zu aufwändigen klinischenEndpunktstudien zu etablieren. Voraussetzung ist, dass die Wirkstoffe Raman-aktiv sind. Die EMA-Leitlinie befürwortet die Anwendung der Probenentnahmetechnik aus dem Stratum corneum, dem Tape Stripping, anstelle einer kostspieligen und ressourcenintensiven klinischen Endpunktstudie.
Professor Ulrich Jaehde, Präsident der DPhG und Professor Henning Blume, Stifter und Vorstandsvorsitzender der FFQM gratulieren Jonas Link bei der Preisverleihung, die im Rahmen der diesjährigen DPhG-Jahrestagung in Regensburg stattfand.