Willkommen bei der Frankfurt Foundation Quality of Medicines
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Arzneimittel leisten tagtäglich einen entscheidenden Beitrag, um Erkrankungen – vor allem auch schwerwiegende – zu heilen bzw. Beschwerden zu lindern, die Lebenserwartung von Patienten zu verlängern und deren Lebensqualität zu verbessern. Neben hohen Erwartungen an die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikamente kommt vor allem auch der Qualität der Arzneimittel ein hoher Stellenwert im Hinblick auf die Patientenversorgung zu.
Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) engagiert sich für die Förderung von Forschungsaktivitäten, die dazu beitragen, die Qualität von Arzneimitteln in Deutschland optimal zu sichern und ggf. weiter zu verbessern, auch wenn die Herstellung außerhalb des Landes erfolgt. Zentrales Anliegen ist dabei die Erforschung neuer Verfahren sowie die Implementierung innovativer Technologien und Standardisierungsansätze inklusive der kritischen Bewertung von Qualitätssicherungskonzepten.
Laden Sie hier den FFQM-Flyer herunter! (PDF-Datei, ca. 200kB)
Aktuelle Informationen
19. Februar 2025 · Aktuelles und Nachrichten
DPhG-Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität 2025
Gemeinsam mit der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) verleiht die DPhG den Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Optimierung und Sicherung der Qualität von Arzneimitteln. Mit dem Preis sollen grundlegende Untersuchungen zur Qualität von Arzneimitteln am Markt ebenso gewürdigt werden wie innovative Konzepte zu deren Verbesserung.
Über die Preisvergabe entscheiden der DPhG-Präsident und der Vorstandsvorsitzende der FFQM basierend auf einer Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000,- € verbunden und wird anlässlich der Jahrestagung der DPhG 2025 in Freiburg verliehen.
Bewerbungen können bis zum 15. Juli 2025 elektronisch entweder bei der DPhG-Geschäftsstelle (info@dphg.de) oder der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (info@frankfurt-foundation.org) eingereicht werden.
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© Africa Studio / Adobe Stock
Prof. Dr. Ulrich Jaehde, Präsident der DPhG
Prof. Dr. Henning Blume, Vorstandsvorsitzender der FFQM
14. Februar 2025 · Aktuelles und Nachrichten
Interview zum FFQM/DPhG-Preis
In dem Podcast „PZ nachgefragt“ sprach Prof. Dr. Theo Dingermann, Senior Editor der PZ, mit Dr. Tim Menzen, 2024 Gewinner des Preises zur Förderung der Arzneimittelqualität, sowie Prof. Dr. Henning Blume für die Stifter der Frankfurt Foundation Quality of Medicine. Dabei erläutert Prof. Blume die Motivation und die Ziele für die Gründung der Stiftung und die Absicht, durch den Preis Arbeiten zur Verbesserung der Arzneimittelqualität die verdiente Sichtbarkeit zu verleihen. Der Preisträger Dr. Menzen beschreibt die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Sicherstellung einer konstanten und hohen pharmazeutischen Qualität, besonders im Fall der Proteinarzneimittel.
Die Stiftung freut sich über die Initiative von Prof. Dingermann und bedankt sich herzlich für die Möglichkeit, Intention und Ziele der Stiftung einem weiten Fachpublikum darstellen zu können.
Nachfolgend der Link zum Podcast „PZ nachgefragt“.
https://www.justpodcast.de/04-PZ/Podcast-135-Stiftung-Arzneimittelqualitaet/
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22. Dezember 2024 · Aktuelles und Nachrichten
Herzlichen Glückwunsch, Julia Gabel
Julia Gabel hat ihre Promotion zum Thema „Investigation of the Quality of Essential Medicines in African Countries and of Medicine Quality Screening Technologies for Use in Low-Resource Settings“ erfolgreich abgeschlossen. Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines hat ihr Promotionsstudium mit einem einjährigen Stipendium gefördert. Wir gratulieren der Doktorandin über die Summa-cum-laude-Bewertung ihrer Promotionsleistung.
Die Arbeit stand unter der Anleitung von Prof. Dr. Lutz Heide, Pharmazeutisches Institut der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, dessen Forschungsschwerpunkte u.a. die Probleme mit minderwertigen oder gefälschten Arzneimitteln sowie die Herausforderungen des Managements der Lieferketten im Gesundheitswesen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind.
Die Dissertation von Frau Gabel befasste sich mit diversen Fragestellungen, von denen nachfolgend die Identifikation gefälschter Dexamethason-Tabletten näher beleuchtet wird.
Häufig sind die Informationen über das Vorkommen von minderwertigen oder gefälschten Arzneimitteln in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sehr heterogen. In Kooperation mit einer kirchlichen Arzneimittelversorgungseinrichtung in Nigeria, der Faith-Based Central Medical Foundation, untersuchte Julia Gabel die Qualität von 13 essenziellen Arzneimitteln aus verschiedenen lokalen Quellen. Ein wichtiges Ziel dieser Untersuchungen war, die einheimische Organisation bei der Sicherung der Qualität der Arzneimittel zu unterstützen, die von ihr gekauft und an nigerianische Gesundheitseinrichtungen geliefert werden. Besonders alarmierende Ergebnisse wurden für Dexamethason-Tabletten gefunden, indem etwa 95 % der untersuchten 22 Dexamethason-Proben nicht den Qualitätsanforderungen des Arzneibuches entsprachen. Dieses Ergebnis wurde zusätzlich von einem unabhängigen Labor bestätigt. Die nigerianische Arzneimittelaufsichtsbehörde hat daraufhin umgehend die Marktrücknahme aller von Julia Gabel beanstandeten Dexamethason-Produkte verfügt.
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28. September 2024 · Preise und Ehrungen
Dr. Tim Menzen erhält DPhG-Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität 2024
Im Rahmen der DPhG-Jahrestagung in Münster wurde Dr. Tim Menzen mit dem DPhG-Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität 2024 ausgezeichnet. Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) als Initiator und Sponsor des Preises gratuliert Dr. Menzen und seinem Team für diese Anerkennung seiner wissenschaftlichen Forschungsprojekte in der Methodenentwicklung zur Qualitätsbestimmung von Formulierungen biotechnologischer Arzneimittel. Der Preisträger ist Chief Technology Officer (CTO) bei Coriolis Pharma Research GmbH, Martinsried, und in dieser Funktion sowohl mit internen wissenschaftlichen Projekten als auch Kooperationen mit Partnern aus Industrie und Hochschule befasst.
Foto Quelle: Dr. Peter Dziemba, Münster)
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12. September 2024 · Preise und Ehrungen
Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines verleiht Lifetime Achievement Award an Prof Dr. A. Atilla Hincal
Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) hat Prof. Dr. Atilla Hincal, Pharmazeutische Technologie der Hacettepe Universität Ankara/Türkei, mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Prof. Hincal wurde damit für sein unermüdliches Engagement auf dem Gebiet der pharmazeutischen Wissenschaften und seine wichtigen Beiträge zur Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Arzneimitteln geehrt. Wir gratulieren dem Preisträger zu dieser Anerkennung seines Lebenswerks.
Die Preisverleihung fand anlässlich des 21st International Pharmaceutical Technology Symposiums (IPTS) in Ankara statt. Professor Hincal ist Gründungspräsident dieser Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet und die er seit nunmehr über 40 Jahren mit seiner Expertise begleitet.
Dem Preisträger wurde neben der Verleihungsurkunde auch ein Gömböc, die traditionelle Skulptur für den Lifetime Achievement Award der FFQM durch den Stifter und Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Professor Henning Blume, überreicht.
Mit Professor Hincal wurde bereits der vierte pharmazeutische Wissenschaftler für sein Lebenswerk von der FFQM mit einem Gömböc ausgezeichnet.
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21. Juni 2024 · Förderprojekte
Projektförderung zur Entwicklung einer Methode zur Qualitätssicherung von Proteinarzneimitteln mittels ungerichtetem Protein-Profiling
Auch bei diesem von der FFQM geförderten Projekt spielt die Erkennung und Detektion unbekannter und/oder unerwarteter Verunreinigungen – in diesem Fall bei Proteinarzneimitteln – eine zentrale Rolle. Ziel des Projektes ist es, Methoden zu entwickeln, durch die mittels ungerichtetem Protein-Profiling die Identität der im Arzneimittel enthaltenen Proteinarzneistoffe sowie deren eventuelle Schädigungen, Verunreinigungen und/oder Verfälschungen gleichzeitig bestimmt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Miterfassung von unbekannten und unerwarteten Verunreinigungen, die durch herkömmliche meist gerichtete Methoden der Qualitätskontrolle nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden.
Das Projekt wird von Frau Professor Monika Pischetsrieder, Universität Erlangen-Nürnberg, Department Chemie und Pharmazie, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie betreut, deren Arbeitsgruppe bereits bei entsprechenden lebensmittelanalytischen Fragestellungen umfangreiche Expertise erworben hat und derzeit daran forscht, inwieweit geeignete Methoden auf den Bereich der Proteinarzneimittel zu übertragen respektive zu adaptieren sind.
Diesem Forschungsvorhaben kommt eine große Praxisrelevanz zu, da mit Hilfe der Detektion und Identifizierung von solchen Verunreinigungen die Qualitätskontrolle bei entsprechenden Proteinarzneimitteln optimiert werden sollte.