Willkommen bei der Frankfurt Foundation Quality of Medicines
Arzneimittel leisten tagtäglich einen entscheidenden Beitrag, um Erkrankungen – vor allem auch schwerwiegende – zu heilen bzw. Beschwerden zu lindern, die Lebenserwartung von Patienten zu verlängern und deren Lebensqualität zu verbessern. Neben hohen Erwartungen an die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikamente kommt vor allem auch der Qualität der Arzneimittel ein hoher Stellenwert im Hinblick auf die Patientenversorgung zu.
Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) engagiert sich für die Förderung von Forschungsaktivitäten, die dazu beitragen, die Qualität von Arzneimitteln in Deutschland optimal zu sichern und ggf. weiter zu verbessern, auch wenn die Herstellung außerhalb des Landes erfolgt. Zentrales Anliegen ist dabei die Erforschung neuer Verfahren sowie die Implementierung innovativer Technologien und Standardisierungsansätze inklusive der kritischen Bewertung von Qualitätssicherungskonzepten.
Aktuelle Informationen
17. Juli 2026 · Preise und Ehrungen
Lifetime Achievement Award an Dr. Joachim Ermer verliehen
Mit diesem Preis würdigt die Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) die außergewöhnlichen Leistungen von Dr. Joachim Ermer auf dem Gebiet der pharmazeutischen Analytik und seine herausragenden Beiträge zur Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Arzneimitteln.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des Expertentreffens „Arzneimittelanalytik – Status Quo und Perspektive(n): Small Molecules, Biotech Products & Nanomedicines“ am 16. Juli 2026 im Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP in Frankfurt/Main statt, einer gemeinsamen Veranstaltung des House of Pharma und der FFQM.
Der studierte Biochemiker Joachim Ermer ist ein ausgewiesener und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Arzneimittelanalytik. Prof. Hermann Wätzig, TU Braunschweig und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der FFQM, hob in seiner Laudatio die wichtigen Beiträge von Dr. Ermer auf diesem Gebiet hervor. Während seiner Laufbahn in der pharmazeutischen Industrie, Eintritt bei der Hoechst AG als Laborleiter bis zuletzt bei Sanofi, gewann er seine Expertise in Validierung und Statistik. Er beschäftigte sich mit generellen Konzepten zur Methodenentwicklung und Validierung und harmonisierte weltweit Methoden im Unternehmen und bald darauf auch konzernübergreifend global. In dieser Zeit wurde er Experte bei der USP (US Pharmacopeia) und der EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) und nahm in beiden Positionen am ICH-Prozess (International Council for Harmonisation) teil. Einige der heute weltweit anerkannten ICH-Richtlinien tragen seine Handschrift. Die Qualität von Arzneimitteln, Strategien zur Methodenentwicklung, Validierungskonzepte und das Life Cycle Management, wie wir es heute kennen, wurden maßgeblich von ihm mitgeprägt.
Mit dem Festvortrag „Analytik ist nicht alles – aber ohne Analytik ist alles nichts“ zeichnete Prof. Dieter Steinhilber, Goethe-Universität Frankfurt, kurzweilig und anschaulich die Bedeutung des Fachs für die Qualität von Arzneimitten nach.
Die Teilnehmer des Expertentreffens gratulierten Dr. Ermer nach der Überreichung des Gömböc, der Skulptur, die traditionell als sichtbares Zeichen für den Lifetime Achievement Award der FFQM verliehen wird, zu dieser verdienten Ehrung.
Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines gratuliert Dr. Ermer und freut sich, mit ihm einen herausragenden Repräsentanten der industriellen Pharmaqualitätskontrolle auszeichnen zu können.
4. Juni 2026 · Aktuelles und Nachrichten
RMU Award for Pharmaceutical Research & Innovative Medical Therapies 2026 der Frankfurt Foundation Quality of Medicines ausgeschrieben
Es ist wieder so weit. Der von der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) initiierte und gestiftete „RMU Award for Pharmaceutical Research & Innovative Medical Therapies“ ist zum zweiten Mal von den Rhein-Main-Universitäten (RMU) ausgeschrieben worden.
Der Preis wird von den RMU und der FFQM an herausragende Nachwuchswissenschaftler in deren früher Karrierephase vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Stiftung direkt zur Verfügung gestellt.
Die Bewerbungsunterlagen sind in elektronischer Form per E-Mail einzureichen an: gs@rhein-main-universitaeten.de
Bewerbungsfrist: 15.08.2026
Informationen zum Bewerbungsverfahren sind in der beiliegenden Ausschreibung aufgeführt: RMU Pharma Award_Ausschreibung 2026
Weitere Informationen: https://www.rhein-main-universitaeten.de/rmu-awards
29. Mai 2026 · Preise und Ehrungen
Pearls of Bioeqivalence and Biopharmaceutics Award 2026 verliehen
Von der Innovation zum Patientennutzen: Prof. Werner Weitschies erhält den EUFEPS/FFQM Pearls of Bioequivalence & Biopharmaceutics Award für die Entwicklung der EsoCap-Technologie
Wir gratulieren Professor Werner Weitschies, Institut für Pharmazie, Center of Drug Absorption and Transport – Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie, Universität Greifswald, der diesjähriger Preisträger des Pearls of Bioequivalence and Biopharmaceutics Award ist. Der Preis wird gemeinsam von der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) und der European Federation for Pharmaceutical Sciences (EUFEPS) vergeben. Ausgezeichnet wurde das Projekt von Prof. Weitschies: “From innovation to impact: the first drug delivery system for local treatment of the esophagus”. Die Entwicklung der EsoCap-Systems ist eine wegweisende Innovation für die lokale Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre.
Das EsoCap-System wurde in der Arbeitsgruppe von Prof. Weitschies an der Universität Greifswald konzipiert und patentiert und stellt die weltweit erste klinisch validierte Plattformtechnologie für die gezielte lokale Arzneimitteltherapie der Speiseröhre dar. Damit wurde erstmals ein Ansatz geschaffen, der eine kontrollierte lokale Arzneimitteltherapie der Speiseröhre ermöglicht.
Der Preis für 2026 wurde im Rahmen des “JOINT EUFEPS – SITELF MEETING, NAPLES 2026: „Advances in pharmaceutical sciences” am 29. May in Neapel durch den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Professor Henning Blume und den EUFEPS Präsidenten, Professor Giuseppe De Rosa, verliehen.
29. April 2026 · Preise und Ehrungen
Zrinka Duvnjak mit dem Hans-Günter-Schäfer-Wissenschaftspreis 2026 ausgezeichnet
Diesjährige Preisträgerin des Hans-Günter-Schäfer-Wissenschaftspreises ist Frau Zrinka Duvnjak. Sie befindet sich im letzten Jahr ihres Promotionsstudiums im Bereich Pharmakometrie an der Freien Universität Berlin, Abteilung für Klinische Pharmazie und Biochemie und wurde für die Veröffentlichung „Physiolocically Motivated Sequential Population Modeling of Albumin Trends and Vedolizumab Pharmacokinetics for Pregnancy Dosing Regimen Optimization” (Clin. Pharmacol. & Therapeutics, doi:10.1002/cpt.70145) ausgezeichnet. Diese Studie verbessert am Beispiel von Vedolizumab das quantitative Verständnis der Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper in der Schwangerschaft mit potenzieller Anwendbarkeit auf andere Biologika und liefert optimierte Dosierungsstrategien in Form eines nomogrammartigen Diagramms, um das Risiko unerwünschter Schwangerschaftsausgänge zu mindern.
Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird von der Frankfurter Foundation Quality of Medicines (FFQM) gesponsert. Die Stiftung gratuliert der Preisträgerin und wünscht ihr weiterhin viel Erfolg bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Die Preisverleihung fand am 25. April im Rahmen des PKPD-Expertentreffens in Weimar statt, das von der Arbeitsgemeinschaft für angewandte Humanpharmakologie (AGAH) organisiert wird.
10. März 2026 · Aktuelles und Nachrichten
DPhG-Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität 2026 ausgeschrieben
Gemeinsam mit der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) verleiht die DPhG den Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Optimierung und Sicherung der Qualität von Arzneimitteln. Mit dem Preis sollen grundlegende Untersuchungen zur Qualität von Arzneimitteln am Markt ebenso gewürdigt werden wie innovative Konzepte zu deren Verbesserung.
Über die Preisvergabe entscheiden der DPhG-Präsident und der Vorstandsvorsitzende der FFQM basierend auf einer Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000,- € verbunden und wird anlässlich der Jahrestagung der DPhG 2026 in Regensburg verliehen.
Bewerbungen können bis zum 15. Juli 2026 elektronisch entweder bei der DPhG-Geschäftsstelle (info@dphg.de) oder der Frankfurt Foundation Quality of Medicines (info@frankfurt-foundation.org) eingereicht werden.
6. Februar 2026 · Förderprojekte
Quality requirements for nanomedicines: Filling the gaps – das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen
Wir gratulieren Dr. Ines Nikolic zur erfolgreichen Bearbeitung des Projekts „Quality requirements for nanomedicines: Filling the gaps“, das von der Frankfurt Foundation Quality of Medicines gefördert wurde. Die Arbeit hat sie als Postdoc in der Arbeitsgruppe von Prof. Gerrit Borchard, Universität Genf, durchgeführt.
Am Anfang stand eine umfassende Literaturrecherche, die zur Veröffentlichung eines Übersichtsartikels in der ZeitschriftArchives of Pharmacy führte. Diese Arbeit bewertet kritisch den Stand der Forschung, identifiziert zentrale Wissenslücken und definiert die experimentelle Strategie sowie die übergeordneten Forschungsfragen des Projektes.
Durch eine praxisorientierte Auswahl geeigneter Charakterisierungsmethoden wurde die Kombination aus dynamischer Lichtstreuung (DLS) und kryogener Transmissionselektronenmikroskopie (Kryo-TEM) als robustes Kernverfahren zur Größenbestimmung von Nanopartikeln identifiziert.
Darauf aufbauend wurde eine internationale Laborvergleichsstudie mit fünf Institutionen und sechs Messgeräten durchgeführt, aus der konkrete Best-Practice-Empfehlungen zur Nanopartikelgrößenbestimmung resultierten und deren zentrale Bedeutung für Qualitäts- und Zulassungsbewertungen in der Nanomedizin belegte. Die Ergebnisse wurden im International Journal of Pharmaceutics veröffentlicht.
Zur biorelevanten Charakterisierung von Nanomedicines legte Nikolic den Schwerpunkt auf Nanopartikel-Biomolekül-Wechselwirkungen (Proteine, Humanserum) sowie auf die Entwicklung angepasster Toxizitätstests für Nanomedikamente. Dabei wurden zwei Standardarbeitsanweisungen (Laktatdehydrogenase-Freisetzungstest und Propidiumiodid-basierter Test) etabliert. Diese Arbeiten wurden in Drug Delivery and Translational Research publiziert.
Alle a priori festgelegten Projektziele wurden somit erfolgreich erreicht und führten zu einem umfassenden physikalisch-chemischen und biologischen Datensatz für ausgewählte Nanopartikelsysteme.